Kuratiert von Rhea Tebbich und Berthold Ecker
Das Künstlerhaus zeigt mit Linda Christanell eine der Pionierinnen der feministischen Avantgarde. Die Künstlerin ist ein langjähriges Mitglied der Vereinigung, die Personale ist ihre bisher größte Ausstellung.
Mitte der 1960er-Jahre gestaltet Christanell Zeichnungen und Malereien, die sich in Anklängen mit dem Kubismus, mit Formzerlegung und zeichenhafter Abstraktion auseinandersetzen. Schon auf dieser Stufe gehört sie in Österreich zur Avantgarde. Am Ende des Jahrzehnts experimentiert sie mit Formteilen aus Plexiglas, die sie zu eigenwilligen Objekten verbindet, wie auch Textil- und Schaumstoff-Objekte, die sie in Verbindung mit dem eigenen Körper einsetzt. Mit Renate Bertlmann arbeitet sie einige Jahre als BC Kollektiv. Die Arbeit mit Fotografie und vor allem Film wird immer bedeutender und verdrängt schließlich die anderen Medien. Früh lotet sie dabei Grenzen der Repräsentation aus und stellt zentrale Fragen nach Körper, Blick, Identität und Sichtbarkeit.
In der Retrospektive wird erstmals Christanells gesamtes Frühwerk bis zu ihren Filmen beleuchtet. Bisher weitgehend unbekanntes Filmmaterial wird in Kooperation mit dem Filmmuseum neu restauriert und präsentiert. In der Gegenüberstellung mit Positionen junger Künstlerinnen zeigt sich die ungebrochene Aktualität ihres Werkes.







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